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Die Gegenwart grüßt

Zeit für
kollektive Hoffnung

Wir sind wieder da! Ihr habt uns vermisst, gell? Wir euch auch 💜! Weil das Jahr so schön angelaufen ist, gibt es jetzt wieder jeden Samstagvormittag Post von der Gegenwart. Denn es ist Zeit für ein bisschen Hoffnung. Auf ein gutes 2022! Und darauf, dass Covid nicht mehr allein das Kulturleben beherrsche! Inzwischen sind wir ja einiges gewohnt. Und im Moment auch froh darüber, dass im Alpenraum derzeit Kunst überall noch offen hat, also Museen und Kunsträume zugänglich sind. Das große System läuft derweil eh unbeeindruckt weiter. Die Schlagzeilen? Auf der documenta wird über Antisemitismus debattiert. Und diskutiert. Und disputiert. Während Österreich endlich beginnt, über sein koloniales Erbe nachzudenken. Guten Morgen heißt es auch für die NFT-Bubble. Die bekommt in Linz nebst Ars Electronica jetzt wohl auch eine eigene Konferenz, Ausstellung Community. Wer up to date bleiben will, abonniere hier. Was uns Digitalafficionados 2022 beschäftigen wird, hat euer Lieblingsbüro (aka WIR!) übrigens in einem schönen Beitrag für die Südtiroler Zeitschrift Kulturelemente zusammengefasst. Kommt demnächst raus. Dann werden wir euch mitlesen lassen. Derweil könntet ihr hier durch die aktuelle (161.!) Ausgabe blättern. Oder viel Freude an folgendem Bild haben. 2022? It's all about HOFFNUNG, Baby!
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Uns freut ja immer, wenn man in der großen, weiten transalpinen Kunstwelt auf News stößt, die überraschen. Wir freuen uns etwa, dass die Secession ab 4. März dem Südtiroler Künstler Siggi Hofer eine Personale widmen wird. Eine seiner (vielen) Auseinandersetzungen mit Sprache, Schrift und Bild (und Schriftbild) trifft man noch bis Februar in der vollgepackten Ausstellung "The Poetry of Translation" im Kunstmeranoarte in Meran an (Bild 1). Dass Siggi Hofer auch Kurator kann, hat er 2020 mit Komisch'Wetter in der Galerie Doris Ghetta in Gröden eindrucksvoll bewiesen. Dafür hat er Karolina Jabłońska, Cecilia Mangini, das Kollektiv Kaj Osteroth & Lydia Hamann, Tobias Teschner und Paweł Żukowski in die Grödner Pampa geladen. Mit dans op de tafel brachte Hofer auch noch seine Zusammenarbeit mit Michael Strasser unter. Am Schluss jedenfalls saßen polnischer Aktivismus mit Feminismus an einem großen Tisch mit kleinen Elefanten (siehe Bild). Aber lasst euch hier doch mehr dazu vorlesen. Was Siggi Hofer in der Secession plant, we'll see. Das wird 2022 übrigens nicht unser einziger Pflichttermin im altehrwürdigen Haus am Getreidemarkt – auch Patricia L. Boyd werden wir uns nicht entgehen lassen. Vor allem, weil sie zuletzt im Münchner Kunstverein zu sehen war und wir uns dort mit Kuratorin Gloria Hasnay ja intensiv über Boyds Arbeit austauschten. Das könnt ihr hier nachlesen. Gleich nebenan findet ihr übrigens dieses Gespräch mit Nina Tabassomi vom TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol über Iman Issa. Ihre (sehr schöne!) Ausstellung in Innsbruck (Bild 3) ist schon über ein Jahr her. Umso toller war es zu hören, dass die Innsbrucker Galerie Thoman ab heute Iman Issas Arbeiten in ihrer Wiener Dependance zeigt. Das hat der Junggalerist Max Thoman hier ja auch schon angekündigt. Oh Wien, Wien, Wien. Auch wenn die Alpen fern sind – wir kommen gern.
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Pause Ende, jetzt weiterlesen:
Könnt ihr euch erinnern? Ende letzten Jahres haben wir euch gleich eine Reihe von Ausstellungsprojekten vorgestellt, die zeigen, was geht, wenn man zusammenarbeitet. Neben dem Heimspiel, das sich zwischen Liechtenstein, Vorarlberg und der Ostschweiz ansiedelt, und der Regionale rund um Basel, wäre – noch etwas weiter in Richtung Westen – die Cantonale Berne Jura ein weiteres Beispiel dafür. Hier verschreiben sich zehn Institutionen 1 Mal im Jahr der Gegenwartskunst. Konkret jener aus den Kantonen Bern und Jura. Es wird also interkantonal. Entstanden ist die Cantonale aus den traditionellen, weihnachtlichen Regionalschauen, die es früher überall gab – und die auf einen Blick zeigten, welche Kunst gerade aktuell in der unmittelbaren Umgebung gemacht wird. (Eine Rolle spielte damals auch das Weihnachtsgeschäft.) Heute gilt in Bern: Künstler*innen dürfen sich bewerben, eine Jury entscheidet in einem zweistufigen Verfahren, wer ausstellt. 1 Ticket reicht für alle zehn Institutionen. Zusätzlich kann man sich verschiedenen Touren anschließen, ein Bus schippert Interessierte von Haus zu Haus. Klingt simpel. Ist es natürlich nicht. Spannend ist es allemal. Solche Phänomene werden wir im (erweiterten) Alpenraum jedenfalls weiterhin genau im Auge behalten. Die Cantonale (ebenso wie Heimspiel) läuft jedenfalls noch bis Ende Jänner. Zusammenschließen will man sich ja auch in Tirol, so scheint es. Noch Ende 2021 wurde dort TIMUS gegründet, ein neuer Museumsverein, der speziell kleinere Museen (aktuell 30) auf dem Land zusammenhält. Vielleicht für gemeinsame Ausstellungen, vielleicht für besseren Austausch? Das zeigt sich idealerweise schon heuer. Wir haben 2022 jedenfalls Hoffnung auf noch mehr Vernetzung. Und arbeiten auch daran.
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WHAT'S NEXT?

Weil WIEN in diesem Newsletter schon das ein oder andere Mal ange...schrieben wurde, jetzt noch eine Empfehlung: Sehr viel Zeit haben wir vor Kurzem in der Ausstellung von Ines Doujak in der Kunsthalle Wien verbracht. "Geistervölker" vergräbt sich tief in der Geschichte von Pandemien, verdaut Verschwörungsmythen und speit sie als verwobene Betrachtungen von Globalisierung wieder aus. Wirklich, wirklich beeindruckend.



Noch mehr Einblicke gibt es wie immer
drüben bei Instagram!
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Mehr auf buerofuergegenwartskunst.com

Bildcredits: (1) (c) BfG, Archäologisches Museum Innsbruck (2) c) BfG, Ausstellungsansicht "The Poetry of Translation", Kunstmeranoarte; c) BfG, Ausstellungsansicht "Komisch'Wetter", Galerie Doris Ghetta, 2020; c) BfG, Ausstellungsansicht "Iman Issa: Proxies, with a Life on Their Own", TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol, 2020 (3) Cover Cantonale (4) c) BfG, Ausstellungsansicht "Ines Doujak: Geistervölker", Kunsthalle Wien.

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